2-Tages Ausflug in den Jura

15. und 16. Juli

 

Die diesjährige OiS-Ausfahrt ging in den Jura und wurde von Ursula & Jürg Grossenbacher organisiert. Der 15./16. Juli stand als Termin frühzeitig fest und wurde auch auf unserer Homepage veröffentlicht. 16 Personen (od. 8 Fahrzeuge) meldeten sich für diesen Anlass an und die letzten Infos steigerten die Vorfreude. Aber nun der Reihe nach:

Um 10:00 Uhr war Treffpunk im Restaurant Burg in Balsthal, das extra für uns den Ruhetag opferte. Damit keine Hektik aufkam, machte ich mich bei bedecktem Himmel bereits um 08:30 Uhr auf die Reise, da ja der Gubrist immer ein zeitliches Risiko ist. Meine Anreise verschlang ca. 1 Stunde, Dank geringem Verkehrsaufkommen. Weit gefehlt, ich war nicht der Erste beim Treffpunkt und fuhr noch eine Ehrenrunde und nahm die winkenden Ovationen der OiS-ler wohlwollend entgegen. Kurz nach 10 Uhr waren alle beisammen und bekamen auf der Sonnenterasse, bei rockiger Oldiemusik, Kaffee und Gipfeli vom Chef persönlich ser-viert. Ein Beginn nach Mass für unsere bevorstehende Tour in den Jura. Nachdem Jürg die Route kurz beschrieben hatte, setzten wir uns in die Fahrzeuge und der Oldie-Konvoi nahm die Reise nach Saignelégier unter die Räder. Die Route führte uns durch eine ländliche Gegend, teilweise weitab der Zivilisation, via Gänsbrunnen, Moutier, Tavannes nach Saignelégier. Nach Tavannes legten wir einen Zwangsstopp ein, denn das hubraumgrösste Fahrzeug in unserer Gruppe hatte Durst. Ich nutzte die Gelegenheit und füllte meinen halbleeren Tank – man weiss ja nie was noch kommt. Kurz nach 12:00 Uhr erreichten wir das Ziel und das Hotel Cristal erwartete uns zum Mittagessen. Zwei reservierte Tische standen für uns bereit und nachdem alle französischen Zweifel auf Deutsch übersetzt waren, löste sich die Anspannung in einigen Gesichtern. Nach dem Essen bezogen wir gemütlich unsere Zimmer, denn die Abfahrt nach La-Chaux-de-Fonds ins Uhrenmuseum stand erst um 14:45 Uhr auf dem Programm. Die Fahrt nach La-Chaux-de-Fonds nahm ca. 30 Min. in Anspruch und mit einer viertel Stunde Zeitreserve sollte das locker reichen. Wir parkten unsere Oldies im Migros-Parkhaus, das 5 Gehminuten vom Uhrenmuseum entfernt war. Was wir im Museum zu sehen bekamen, ist nicht in Worte zu fassen – von riesengross in Kirchtürmen bis winzig klein in Fingerringen. Auch Herstellungsmaschinen für kleinste Uhrenbestandteile, Informationen über das warum und wieso der Uhrmacherei. Lediglich eine Stunde dauerte unsere Führung und wir konnten nur einen kleinen Teil der 6000(!) Uhren bestaunen, die das Museum besitzt. Unsere Köpfe waren zum Bersten voll von Informationen und Eindrücken – der Besuch hat sich für mich in allen Bereichen gelohnt! Verfolgt von den Gedanken über Uhren und Kunst pilgerten wir zurück zum Parkhaus, „kauften“ unsere Oldtimer frei und fuhren getrennt zurück in unser Hotel. Dort trafen wir uns auf der Gartenterrasse in der Abendsonne, geneh-migten uns ein Bierchen und liessen die gesammelten Eindrücke vom Museum Revue passieren. Mit einer erfrischenden Dusche vor dem Nachtessen weckten wir unsere Lebensgeister und trafen uns im Speisesaal, wo zwei gedeckte Tische auf uns warteten. Ursula brauchte alle Überredungskunst, damit Cordon-bleu (die nicht auf der Abend-Karte standen) bestellt werden konnten. Das Gelieferte aus der Küche sah nicht nur lecker aus, sondern schmeckte auch sehr gut. Amuse bouche, Salat, Hauptgang und Dessert, sowie beim Wein gab‘s nichts zu meckern. Ein toller Ausklang eines erlebnisreichen Tages und alle begaben sich früher oder etwas später ins Reich der Träume oder Schnarchgeräusche. Ich kann nur für mich sprechen: ich hab sehr gut geschlafen! Sicherheitshalber stellte ich den Wecker und nach einer erfrischenden Dusche machte ich mich, im Hotel internen Irrgarten auf den Weg in den Frühstücksraum. Alles was das Herz begehrte war vorhanden, sogar eine Eierkochmaschine liess sich Bruno auf Französisch erklären … Nach der Zimmerabgabe trafen wir uns noch vor dem Hotel auf dem Parkplatz für ein Gruppenbild, leider fehlte der Präsident, denn er hatte noch einen Sitzungstermin in Davos und musste früher losfahren. Anschliessend setzte sich unser Oldie-Konvoi in Bewegung und der Lead übernahm nun Ruedi Bräuer im Citroen, denn die Rückfahrt nach Balsthal wurde leicht geändert. Die Route führte uns durch wunderschöne Dörfer und abwechslungsreiche Täler via Delémont und Moutier zurück nach Balsthal. Im Restaurant Burg, wo unsere Tour begann, beendeten wir unsere pannenfreie und tolle Ausfahrt in den unbekannten, aber schönen Jura. Die Begeisterung war allen ins Gesicht ge-schrieben und ich möchte mich bei allen bedanken, die zum guten Gelingen dieser zwei Tage beigetragen haben. Auch das disziplinierte Fahren der Teilnehmer ist nicht selbstverständlich und verhalf dieser Ausfahrt für schöne Erinnerungen unter Gleichgesinnten. Zuhause hatte mein NSU 370km mehr auf dem Tacho und aus seinem Sound konnte ich heraus hören, dass es auch ihm gefallen hat.

 

Bleifreie Grüsse

 

Charly Aegerter