Oldie-Zmorge in Willerzell

4. August 2019

 

Kaum war die Ausschreibung auf meinem Bildschirm, war klar, dass der Besuch bei Elsbeth und Max Pichler in meiner Prioritätenliste ganz nach oben rückte. Die Anmeldung tätigte ich sofort, da die Teilnehmerzahl beschränkt war. Da die Durchführung nur bei guter Witterung stattfand, war ich jeden Tag mit einem Auge auf der Wetterkarte. Erst war die Vorhersage etwas unsicher, aber je näher der Termin rückte, umso mehr zeigte sich, dass der Wetter-gott ein Oldtimerfan war. Meine „Silberzwiebel“ hatte ich schon vorher kurz durchgecheckt, doch die vorgängigen Ausfahrten brachten meinen Prinz nicht aus der Ruhe. Kurz vor 09:00 Uhr nahm ich bei idealem Wetter die Fahrt nach Willerzell unter die Räder. Die Reise führte mich durchs Aathal nach Wetzikon und die strahlenden Gesichter am Strassenrand haben meinem Prinz gefallen und so landeten wir ohne Verzögerung in Rapperswil. Weiter ging die Reise über den Seedamm nach Pfäffikon und in Wollerau links weg Richtung Schindellegi. Bei Biberbrugg ging es links weg Richtung Ybrig und schon bald kam der Wegweiser nach Willer-zell. Die schmale Brücke über den Sihlsee ist ampelgesteuert, sobald ein Postauto kommt. Also bekam mein Silberprinz eine kurze Verschnaufpause, bis der Bus den Engpass passiert hatte. Auf der anderen Seeseite erwartete mich die Ortstafel Willerzell und ich erreichte mein Ziel nach einer Stunde Fahrzeit. Einige Teilnehmer waren schon da und zeigten mir den re-servierten Parkplatz für unsere Gruppe. Nach der kurzen Begrüssung machten wir uns zu Fuss auf den Weg zum Haus der Gastgeber, das etwas erhöht am Hang stand. Auf dem Sitz-platz vor dem Hause wurden wir erwartet und es gab viel zu erzählen, bevor wir uns an die gedeckten Tische setzten. Max war ein ehemaliger Rennfahrer und er bat mich an seinem Tisch Platz zu nehmen, was mir sehr schmeichelte. Die tolle Aussicht auf den Sihlsee und das reich gedeckte Frühstücks-Buffet waren das i-Tüpfelchen. Die Benzingespräche brachen nicht ab und es wurde nicht nur über aktuelle Geschehnisse diskutiert, sondern auch über alte, längst vergangene Erlebnisse auf und neben den Rennstrecken. Die Zeit verging im Flug und um 13:00 Uhr lösten wir den Frühstückstisch auf, denn einige wollten noch nach Zug, denn da fand das Oldtimertreffen Sunday-Morning statt. Meinem Vorsatz „fahre nie zweimal den gleichen Weg“ blieb ich treu und fuhr via Horgen und mit der Zürichsee-Fähre nach Meilen. Über den Pfannenstiel, eine Hügelüberquerung, die für meinen Prinz zugeschnitten ist, er-reichte ich meine Homebase mit vielen guten Erinnerungen im Gepäck.

 

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die Gastgeber und die helfenden Hände, die zum Gelingen von diesem Anlass beigetragen haben.

 

Mit luftgekühlten Grüssen

Charly Aegerter