OiS-Rally 2016

 

Am 8. Juli fand dieser Event wieder statt, aber dieses Mal mit einem neuen Veranstalter. Das Team Classic Cars von der Garage Ruckstuhl zeichnete sich für die Nachfolge verantwortlich, unterstützt von 8 Helfern. Man konnte gespannt sein, was für Neuerungen bezüglich Route und Postenarbeiten, dieses Jahr für uns ausgeheckt wurden. 33 Teilnehmer, oder 18 Team stellten sich dieser Herausforderung und besammelten sich bei bestem Wetter um 09.00 Uhr bei Ruckstuhl Classic Cars AG in Adliswil. Nachdem Ruedi Stoop und Patrick Wäspe alle notwendigen Informationen und Unterlagen an die Teilnehmer abgegeben hatten, ging es ans Eingemachte. Jedem Team wurden zwei mit Wasser gefüllte Petflaschen abgegeben, wozu wussten die Teilnehmer noch nicht. Die erste Postenarbeit war in der Garage zu erledigen und zwar standen auf einer Werkbank drei Gruppen mit kleinen Plastikflaschen, gefüllt mit unterschiedlichen Jogurt Drinks. Es musste der Fruchtgeschmack herausgefunden werden, was nicht für alle einfach war. Bevor zur Ausfahrt gestartet werden konnte, wurde das handwerkliche Geschick auf die Probe gestellt, denn alle teilnehmenden Fahrzeuge mussten mit einer Rallye-Tafel versehen sein. Dazu stand eine Elektrobohrmaschine und Kabelbinder zur Verfügung und jedes Team war für die Montage selber verantwortlich. Gut gelaunt und erwartungsvoll nahmen wir die erste Etappe in Angriff, die uns durchs Sihltal bis zur Station Sihlbrugg führte. Da musste das Körpergewicht der drei Organisatoren zugeordnet und im Routenblatt eingetragen werden. Weiter ging es bis nach Sihlbrugg und im Kreisel Richtung Hirzel. Kurz nach dem Rondell kam auf der rechten Seite das Duke Restaurant und da wartete auf dem Parkplatz der Posten 3 mit der nächsten Überraschung. Ein Tandemvelo stand bereit und ein einfacher Parcours mit Torbojen, die Bälle trugen. Nun galt es die Bojen so nahe wie möglich anzufahren, während der hintere Tandemfahrer die Bälle einsammeln musste. Ein Unterfangen, das Fahrer und Sammler an ihre Grenzen brachte. Anschliessend fuhren wir hinauf auf den Hirzel und auf dem Kulminationspunkt ging es rechts weg Richtung Schönenberg. Nach der Ortseinfahrt war auf der rechten Seite der Posten 4 aufgebaut und da musste mit einer Eimerspritze „Feuer“ gelöscht werden. Nun kam das mitgeführte Wasser zum Einsatz und musste in den Eimer gekippt werden. Während das eine Teammitglied pumpte zielte der Partner mit dem „Mini-Wendrohr“ auf eine kleine Holzfassade mit Fenstern. Einige Fenster waren mit einer Flamme gekennzeichnet und waren gleichzeitig Falltürchen. Wurde mit dem Wasserstrahl das Fenster zum Kippen gebracht, galt das Feuer gelöscht. Die Anzahl „gelöschter“ Fenster wurde notiert und weiter ging die Reise auf einer traumhaften Panoramastrasse entlang links vom Zürichsee via Hütten nach Schindellegi. In der Mitte vom Kreisel stand eine Sonnenuhr und die Frage was für Zeichen zu sehen sind, liess nicht viele Antworten zu. Wir verliessen den Kreisel Richtung Pfäffikon hinunter bis an den Zürichsee und fuhren auf den Seedamm Richtung Rapperswil. Auf dem Parkplatz vom Gasthof Seefeld wartete der Posten 6 auf uns und da mussten wir Begriffe von alltäglichen Gegenständen zuordnen – keine einfache Angelegenheit, wie sich später herausstellte. Die Route führte uns durch Rapperswil und nach der Agip-Tankstelle ging es rechts weg Richtung Rüti. Im Industriegebiet von Rüti, führte uns der Routenbeschrieb zum Fischer Autospritzwerk AG, wo die nächste Aufgabe für die Teams wartete. Mit zwei aufeinander gestellten Rennreifen musste ein Slalom bestritten werden– eine knifflige Angelegenheit. Mit dem oberen Reifen wurde der untere angetrieben und mit Fusstritten gegen den unteren Reifen wurde gelenkt. Die beiden Zeiten wurden zusammengezählt und das ergab die Endzeit pro Team. Die Reise ging weiter Richtung Wald und da wurden meine Reaktion und die Bremse von meinem NSU auf die Probe gestellt. Ein freilaufender Hund auf dem Trottoir rannte unvermittelt vor mein Auto und ich konnte nur mit einer Vollbremsung schlimmeres verhindern. Mit leicht erhöhtem Puls schwenkte ich links ab und die Strasse führte am Ausflugsort Hasenstrick vorbei. In Wernetshausen folgten wir dem Wegweiser Richtung Girenbad und nach kurzer Fahrzeit tauchte das Hinweisschild zum Fahrzeug-Museum auf. Da war unser Ziel und gleichzeitig auch unsere letzte Herausforderung: das Gedächtnisrad. Eine Minute hatte ein Teammitglied Zeit, sich Gegenstände zu merken und diese anschliessend aufzuschreiben. Der Grillmeister war bereits vor Ort, das Grillgut lag bereit und die Tische waren fürs Mittagessen gedeckt. Eine perfekt organisierte Rallye durch eine andere Gegend ging hier zu Ende. Nachdem alle Teilnehmer eingetroffen waren, rief der Grillmeister zu Tisch und wir konnten das eben Erlebte nochmals Revue passieren lassen. Kaffee und ein Dessert nach Wahl folgte und es war augenscheinlich, dass die Museumsbetreiber Routine hatten bei der Verköstigung von Gesellschaften. Anschliessend richtete Ruedi Stoop noch anerkennende Worte an Herr Junod und ging zur Rangverkündigung über. Es siegte in überzeugender Weise das Team „Grosi“ mit der jüngsten Teilnehmerin Monika Eberhard am Steuer – herzliche Gratulation!!

 

Es ist zu hoffen, dass dieser Anlass im nächsten Jahr eine Wiederholung hat und möchte mich auf diese Weise bei Allen bedanken, die zu diesem tollen Anlass beigetragen haben.

 

Mit freudigem Oldiegruss

Charly Aegerter