OiS – Techniktag

13. Mai

 

Am 13.Mai 2017 fand der erste Techniktag bei R Classic cars in Adliswil statt. Schon früh wurde auf diesen Event hingewiesen und für die Planung war eine Anmeldung erforderlich. Für mich stand die Teilnahme fest als Wertschätzung gegenüber den Verantwortlichen und News gibt es allemal zu hören. Um 09:00 Uhr wurden die Teilnehmer/innen bei der Garage Ruckstuhl mit Kaffee und Gipfeli willkommen geheissen. Die ersten Benzingespräche kamen in Gang und um 09:30 dislozierten wir auf die andere Strassenseite.

 

Folgende Themen standen auf dem Programm:

• Auswintern

• Reifen

• Weshalb eine jährliche Inspektion

• Flüssigkeitskunde

• Lackpflege

 

Alles war bestens vorbereitet und Ruedi Stoop begrüsste die Teilnehmer zum heutigen "Seminar" und begann mit der Elektrik. Batterie, Überbrück-Kabel, Trennschalter, Schwebeladung und Mini-Booster wurden im Detail beschrieben, inklusive ihrer Handhabung und Funktion. Bei den Flüssigkeiten standen Motorenöl, Kühlwasser, Bremsflüssigkeit und sowie entsprechende Additive zur Diskussion. Pro und Contra wurden verständlich erklärt und auf mögliche Folgeschäden hingewiesen. Vor jeder grösseren Ausfahrt sollten folgende Kontrollen durchgeführt werden: Reifendruck (inkl. Reserverad), Profiltiefe und mögliche Rissbildung. Bordwerkzeug komplett, Pannendreieck, Warnwesten, Autoapotheke (Verfalldatum), Abschleppseil und ist die Autobahnvignette aktuell. Scheint alles logisch, aber Hand aufs Herz: wer kontrolliert das so genau - toll, dass wieder einmal darauf hingewiesen wurde.

Bruno Syfrig, unser „Gummi-Baron“, holte tief Luft und erklärte alles über das schwarze Gold am Oldtimer. Sommer- und Winterreifen wurden exakt erklärt und warf alles Erlernte vor 10 Jahren über Bord. Reifenaufbau, Profil und Gummimischung haben sich grundlegend geändert. Produktionsort, Herstellerdatum, Tragindex, Dimensionen und was sonst noch so alles auf dem Reifen steht, wurde aufgeschlüsselt und brachte etwas Licht in das Dunkel. Ebenso kam der ideale Reifendruck zur Sprache, wie auch die Felgenform, die bestimmt, ob ein Reifen mit oder ohne Schlauch montiert wird. Eine „Gummilektion“ vom Feinsten!

Patrick Wäspe übernahm das Thema Inspektion und dafür war der MG von Jürg auf dem Lift. Die Räder waren demontiert und gaben den Blick frei auf die Scheibenbremse der Vorderachse und hinten wurde die Trommelbremse geöffnet und gezeigt. Auch die Motorhaube war offen und somit waren alle Motorkomponenten sichtbar. Der Motorölstand, das Niveau vom Kühlwasser sowie der Bremsflüssigkeit wurden kontrolliert und auf mögliche Fehler und Schäden hingewiesen. Zündsystem und Ventilsteuerung wurden ebenfalls erklärt und auf die vielen Schmiernippel an der Vorderachse hingewiesen. Die Stossdämpfer wurden nur kurz angesprochen, da der MG über Hebeldämpfer verfügte und konnte den Unterschied erklären zu den bekannten Zweirohrdämpfern von einem Amerikaner auf dem Lift daneben. Toll gemacht!!

Zu guter Letzt griff Jérôme Weinem das Thema Flüssigkeiten und Additive auf und davon gibt es eine Menge. Welches Motorenöl oder Additiv schlussendlich zum Einsatz kommt, hängt vom Fahrzeug und nicht zuletzt vom Besitzer ab. Auch hier wurde auf die Vor und Nachteile hingewiesen, ebenso bei der Bremsflüssigkeit DOT 3 & 4 oder ob Silikonbremsflüssigkeit, die wartungsfrei ist, aber andere Nachteile hat.

Die abschliessende Lackpflege wurde im Freien vorgeführt und die nicht ganz kostengünstigen Produkte zeigten gute Resultate. Um 12:45 wurde das Seminar beendet und die Teilnehmer konnten die vergangenen 3 Stunden bei Wurst und Bier Revue passieren lassen.

 

Den zufriedenen Gesichter nach zu urteilen, war dieser Event ein voller Erfolg und ich möchte an dieser Stelle allen Verantwortlichen ein dickes Dankeschön sagen!!

 

Mit rostigen Oldtimergrüssen

 

Charly Aegerter